Immobilienfonds
Die Summen für den Einstieg sind bei offenen Immobilienfonds am geringsten. Die Fondmanager erwerben in der Regel Gewerbeimmobilien. Mieten und Wertsteigerungen sorgen für die Rendite. Sie können ihre Fond-Anteile erhöhen und wieder verkaufen. Allerdings kann es Hindernisse geben. Wenn sich in einer Krise zu viele Anleger gleichzeitig von ihren Anteilen trennen, kann der Fonds Liquiditätsprobleme bekommen. Dann wird er geschlossen, und die Anleger müssen nun warten bis der Fonds wieder flüssig ist.
Ein geschlossener Immobilienfond funktioniert anders. Eine feste Summe, in der Regal ein fünfstelliger Betrag, muss als Investment eingezahlt werden. Sind genügend Anleger vorhanden, wird der Fond geschlossen. Niemand kann mehr einzahlen und niemand wird ausbezahlt innerhalb der festgelegten Laufzeit. Deshalb sollten Sie sicher sein, das Geld nicht kurzfristig zu benötigen. Investiert wird in ein vorher geplantes Objekt.
Erwerb von Mietshäusern
Eine weitere Möglichkeit des Immobilieninvestments ist der Erwerb von Mietshäusern. Hier müssen Sie einen sechs- oder siebenstellige Betrag investieren. Die Verwaltung von Mietshäusern kostet viel Zeit und verlangt Sachkenntnis. Alternativ können Sie eine Hausverwaltung beauftragen.
- Zentrale Lage: Damit Sie die Aussichten eines Immobilieninvestments einschätzen können, brauchen Sie Fachwissen. Ein Bürohochhaus in zentraler Lage einer wachsenden Großstadt mit hoher Kaufkraft, ist anders zu bewerten als ein Einkaufszentrum am Rande einer schrumpfenden Kleinstadt mit unterdurchschnittlicher Kaufkraft. Wenn Sie nicht allein auf die Fondprospekte verlassen wollen, sollten Sie sich unabhängigen Rat einholen.
- Steuern sparen mit Immobilien: In Immobilien wir oft investiert, um Steuern zu sparen. Allerdings dürfen Sie die Rendite nicht aus den Augen verlieren. Eine Investitionsruine, die Verlust bringt, nützt wenig. Steuersparen sollte ein Zusatznutzen sein, nicht der Zweck.
- Das Argument der Inflationssicherheit hat nicht mehr das Gewicht wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts. In Deutschland besteht seit 1950 Geldwert-Stabilität. Die Europäische Zentralbank ist wie zuvor die Bundesbank diesem Ziel verpflichtet. Die Rendite ist also das entscheidende Argument für ein Immobilieninvestment.
Weiterführende Literatur
Mütze, M. u. a.: Immobilieninvestitionen, 2009.
